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Herzlich willkommen auf der Homepage der Bürgerinitiative gegen Fluglärm Bad Homburg



Aktuell:

 

In Bad Homburg ist es lauter geworden!

 

Entsprechende Vorwürfe wurden nicht nur in der Taunuszeitung publiziert ("Am Himmel über Homburg", TZ vom 11.8.16), sondern auch eine Untersuchung des Umwelt- und Nachbarschaftshauses bestätigte, dass es eine schleichende Verlagerung der Anflüge auf dem nördlichen Gegenanflug nach Norden gibt und dabei Bad Homburg vermehrt in geringer Höhe (6000 ft; vereinzelt 5000 ft) überflogen wird ( "Mehr Flüge /tiefere Flüge/ mehr Fluglärm über Bad Homburg"; Sitzung der FLK am 28.9.2016) .   Wetterbedingt (geringer Ostbetriebsanteil) lag die Zahl der Abflüge niedriger als im Vorjahr; die Zunahme der Anflüge ist durch den höheren Westbetriebsanteil nicht erklärbar. .

Eigentlich sollen Anflüge auf die Süd- und Centerbahn von Süden erfolgen; A380, B747 und MD11 dürfen auf der Nordbahn nicht landen.  Trotzdem rufen gerade diese Flugzeugtypen im Anflug über Bad Homburg hohe Lärmpegel hervor;

Lärmmessung A380

 

Bei vielen lauten Überflügen ist auffällig eine hohe Geschwindigkeit (deutlich über 250 kn) und insbesondere bei Anflug auf die Südbahn eine lange Wegstrecke in geringer Höhe im Horizontalflug.  In diesem Fall wurden 70 km in 6000 ft oder niedriger zürückgelegt; bei einem kontiniuerlichen Sinkflug wären es nur 40 km. Mit einer geringeren Geschwindigkeit würde man nicht nur die Lärmemission reduzieren, sondern auch die verlärmte Fläche.

Höhenprofil Anflug A380

 

 

Vorstellung einer Lärmobergrenze

Das HMWELV hat ein Konzept einer Lärmobergrenze vorgestellt. Die Fläche, in denen Belastungen oberhalb der Taggrenzwerte des Fluglärmschutzgesetzes auftreten, soll limitiert werden; sie soll um 1,8 dB gegenüber der im Planfeststellungsbeschluss errechneten Fläche verringert werden. Allerdings wurde im Planfeststellungsbeschluss mit dem sogenannten Sigma-Zuschlag gerechnet, während die jährliche Überprüfung  ohne diesen Zuschlag erfolgt; das macht ca. 0,6 dB aus. Als Konsequenz ergibt sich, dass beim derzeitigen Flugzeugmix ein Wachstum von zuletzt ca. 470000 Flugbewegungen auf ca. 550000 möglich ist, ein Wert, der wohl vor ca. 2024 nicht erreicht werden wird. Zu diesem Zeitpunkt wird allerdings ein großer Teil der schweren Vierstrahler durch deutlich lärmärmere Zweistrahler ersetzt sein; mit dem nach 2025 zu erwartenden Flugzeugmix dürften innerhalb der Lärmobergrenze auch 701000 Flugbewegungen durchführbar sein.

Eine Lärmobergrenze impliziert, dass Lärm unterhalb der Grenze hinnehmbar ist; eine hohe Lärmobergrenze kann also auch dazu führen, dass die Luftfahrtwirtschaft einen Spielraum erkennt, vermeidbaren Lärm hervorrufen zu dürfen. Und es gibt durchaus Hinweise, dass das HMWELV unterhalb der Lärmobergrenze vermeidbaren Lärm tolerieren wird.

Ein großes Manko des vorgestellten Konzepts ist, dass nur der Tagflugverkehr eingeschränkt werden kann; dies stellt ein Hemmnis dar, Nachtflüge in den Tag zu verlegen; auch könnte man laute Flüge in die Nacht verlegen. Das Nachtflugkontingent von im Mittel 133 planmäßigen Flügen ist längst noch nicht ausgeschöpft; ggf. könnte man im Gegenzug zur Verlegung von besonders lauten Flügen in die Nacht Flüge mit lärmarmen Flugzeugen in den Tag verlegen.  

Für Bad Homburg erwarten wir nichts Gutes. Druck, auch im weiteren Flughafenumfeld den Lärm zu reduzieren, üben Landes- und Bundesbehörden nicht aus; gerade auch die hessischen Grünen werden nicht müde, zu betonen, dass es ihr Anliegen sei, die Belastung der Hochbetroffenen zu reduzieren und die anderen den Fluglärm eben hinnehmen müssten.  Ergo der Luftverkehrswirtschaft freie Hand lassen, vermeidbaren Lärm zu generieren. Dass die Hervorrufung vermeidbaren Fluglärms ordnungswidrig ist, wird dabei ausgeblendet. 

 

NORAH-Studie

Die Ergebnisse der Lärmwirkungsstudie NORAH liegen jetzt vor (www.laermstudie.de):

Von besonderer Bedeutung ist dabei der Teil über Krankheitsrisiken. Festgestellt wurde u.a., dass bereits bei mäßiger nächtlicher Fluglärmbelastung ein signifikant erhöhtes Risiko besteht, an Herzinsuffizienz zu erkranken oder einen Schlaganfall zu erleiden. Aus den Ergebnissen kann abgeschätzt werden, dass im Rhein-Main-Gebiet mehr Menschen vorzeitig an fluglärmbedingten Erkrankungen sterben als im Straßenverkehr.

Die Studie über die Fluglärmbelästigung/Lebensqualität  ergab (für 2011 - 2013) ein weitaus höheres Belästigungsniveau als  eine vergleichbare Studie im Jahr 2005. Eine schlüssige Erklärung gibt es hierfür bisher nicht. In Bad Homburg liegt die Belastung Leq,24h  bei gut 40 dB(A); bereits bei dieser Belastung fühlen sich über 1/6 aller Bewohner hoch belästigt.  

Die Ergebnisse implizieren mit hoher Evidenz, dass ein Nachtflugverbot genauso geboten ist wie eine Reduzierung der Zahl der Flugbewegungen. 

Der Vorstand der Fluglärmkommission hat mit dem Wirtschaftsministerium ein Strukturkonzept verhandelt. Dieses Konzept sah die Erweiterung der Kommission um Vertreter einiger Gemeinden im Lärmschutzbereich vor; die Landkreise sollten ihr Stimm- und Antragsrecht verlieren. Mittlerweile erfolgte die Beschlussfassung

Der Hochtaunuskreis ist aus der Kommission ausgeschlossen worden!

(Siehe Empfehlungsbeschluss der FLK vom 22.7.15 )

Das HMWELV folgte dieser Empfehlung.

Die anderen bisher in der Kommission vertretenen Kreise sind weiter mit Sitz und Stimme vertreten. 

Es ist also Politik der schwarz-grünen Landesregierung - insbesondere des grünen Wirtschaftsministers - mäßige Fluglärmbelastungen nicht anzugehen, sondern auszublenden. Damit wird der Luftverkehrswirtschaft außerhalb des Nahbereichs des Flughafens freie Hand bei der Anwendung von Flugverfahren gelassen, bei denen in erheblichen Umfang vermeidbarer Lärm entsteht.  Solche Flugverfahren werden auch praktiziert; auch Bad Homburg und Freidrichsdorf sind relevant betroffen. Bei Abflügen wird in geringer Höhe auf hohe Geschwindigkeit beschleunigt, Anflüge erfolgen oft mit sehr hoher Geschwindigkeit. Das vermeidbare Mehr an Lärm beträgt dabei bis zu 10 dB. 

 

Montagsdemonstrationen gegen Betrieb der Nordbahn und für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr

Frankfurt Flughafen, Terminal 1, Abflughalle B (Westlicher Teil)

Weiterhin jeden Montag außerhalb der Ferien ab 18:00 Uhr ; während der Ferien Mahnwache



Am 19. Mai 2014 hat um 18 Uhr die 100. Montagsdemonstration im Frankfurter Flughafen stattgefunden. Dies war ein historisches Datum und ein Ereignis von herausragender Bedeutung für unsere Protestbewegung. Mehr als 100 Politiker aus der Region, darunter der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir,  waren anwesend. 4000 Teilnehmer brachten das Terminal zum Beben. 

Hinter den Demonstrationen  steht das Bündnis der Bürgerinitiativen. Sie planen friedliche, aber auch unterhaltsame Veranstaltungen. So, wie alle Demonstrationen des Bündnisses, die in den letzten 10 Jahren in Städten stattfanden, ohne Konfrontation mit der Polizei durchgeführt wurden. Niemand sollte sich scheuen, auch mit seinen Kindern teilzunehmen.

Kernforderungen sind Stilllegung der Landebahn, ein Verzicht auf weiteren Ausbau, ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr und eine Begrenzung der Zahl der Flugbewegungen. Ferner die Schaffung von rechtlich einklagbaren Grenzen der Belastung und verursachergerechte Zuordnung von Kosten auf die Luftverkehrsindustrie und Stopp der Subventionen (z.B. durch Verzicht auf Mehrwert- und Mineralölsteuer). Davon würde die gesamte Region profitieren.

Bei den ersten Demos war es ziemlich laut, manchen zu laut. Das Bündnis bittet, auf die Verwendung von Trillerpfeifen, Vuvuzelas, Sirenen und Druckluftfanfaren zu verzichten.

Eindrücke von der Demo am 21.11.11 gibt dieses Video; am 19.12.11 wurde Stille Nacht gesungen

Wer an einer Mitfahrmöglichkeit interessiert ist, möge sich bitte mit uns unter webmaster@fluglaerm-badhomburg.de in Verbindung setzen. Wir kümmern uns dann um eine gemeinsame Anfahrt (RMV-Gruppenkarte oder Mitfahrgelegenheit)

Die Fluglärmkommission hat jetzt eine eigene Homepage, über die alle Sitzungsunterlagen abrufbar sind: www.flk-frankfurt.de

Mittlerweile wurde deutlich, dass an ca. 10 Tagen im Jahr die Startbahn West wegen Nordwind nicht genutzt werden kann. Es fehlt dann an Kapazität, um allen gelandeten Flugzeuge einen Start zu ermöglichen; obwohl der Kapazitätseckwert längst noch nicht erreicht ist, sind bei Nordwindlage bereits Flüge annulliert wurden bzw. konnten sie erst stark verspätet mit Ausnahmegenehmigung in der Kernnacht starten.

Bei voller Ausnutzung des Kapazitätseckwerts von 126 Flugbewegungen je Stunde reicht die Startkapazität ohne Startbahn West nur für ca. 2/3 aller geplanten Starts. Es ist nicht damit zu rechnen, dass Fraport auf Dauer diese Situation hinnehmen wird; die logische Lösung dieses Problems wäre die Öffnung der Nordbahn auch für Starts von Mittelstreckenmaschinen. Dies würde jedoch voraussichtlich dazu führen, dass in solchen Situationen ein Drittel aller Starts (derzeit rd. 250, künftig bis zu 400) auf der Nordbahn erfolgen würden; die logische Abflugstrecke wäre die 07N(kurz). Die Fluglärmbelastung von Bad Homburg würde sich damit vervielfachen.

Für die Annahme einer in der Schublade befindlichen Planung spricht übrigens, dass zwei Rollbrücken über die A3 gebaut wurden; für eine reine Landebahn hätte eine gelangt.

Nähere und weitere aktuelle Informationen erhalten Sie unter News.

Bad Homburger und auch einige Friedrichsdorfer Bürger haben diese Bürgerinitiative gegründet, da seit der Umstellung der Flugrouten am 19.4.01 auch wir von vermehrtem Fluglärm betroffen sind. Dies ist weniger unmittelbar auf Flugroutenänderungen zurückzuführen, sondern hauptsächlich darauf, dass eine schon seit 30 Jahren existierende Abflugroute deutlich niedriger als zuvor beflogen wird.

Wir wollen erreichen, dass der Fluglärm auf das frühere, erträgliche Maß zurückgeführt wird; dies soll nicht durch Verlagerung und damit Belastung Bürger anderer Kommunen erfolgen, sondern durch steileren Steig- und Sinkflug.

Auf dieser Homepage können Sie auf detaillierte Informationen zu der Situation in Bad Homburg zugreifen; sofern Sie hierzu Anregungen und Fragen haben oder uns unterstützen möchten, können Sie sich gerne an uns wenden (webmaster@fluglaerm-badhomburg.de).